Totterturm

Kommunikation, PR und mehr

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    Markus Neubert ist als PR-Berater seit über zehn Jahren in allen Bereichen der Unternehmens-kommunikation aktiv. Aufgewachsen mit dem C64, hat er die gesamte technische Entwicklung bis heute mitgemacht. Mit großer Neugierde beobachtete er dabei, wie sich Kommunikation durch das Internet stetig verändert. Der Totterturm ist sein Blog über Social Media, klassische PR und Kommunikation.

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Archive for the ‘Kurz gebloggt’ Category

Der Totterturm zieht auf eine eigene Domain (www.totterturm.de) um

Posted by Markus Neubert - 8. November 2010

Ich hätte es wissen müssen. Von Anfang an hätte mir klar sein müssen, dass mir langfristig eine „einfache“ WordPress-Domain nicht ausreicht. Jetzt muss ich es ausbaden und hoffen, dass Ihr den Umzug mitmacht und wir uns auf www.totterturm.de wiedersehen.

Liebe Grüße

Markus Neubert

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Randnotiz: Die Parallelität zwischen Social Media und klassischer PR

Posted by Markus Neubert - 6. September 2010

In den letzten Tagen gab es hier und dort wieder einmal aufgeregte Debatten darüber, was Social Media kann und was nicht und wer denn ein richtiger Berater ist. Letztlich unterscheiden sich viele der Diskussionsstränge gar nicht einmal wesentlich von dem, was in der klassischen PR seit Jahren diskutiert wird. Die Studie „Social Media Governance“ stellt fest, dass in vielen Unternehmen das Wissen und die strukturellen Voraussetzungen fehlen und strategische Überlegungen meist noch in einem frühen Entwicklungsstadium zu sein scheinen. Daher nutzen auch nur wenige Organisationen Social-Media-Instrumente, Netzwerke und Anwendungen umfassend. Mal ehrlich, Hand aufs Herz, ist tatsächlich jemand von den Ergebnissen der Studie überrascht? Vor allem, wenn man sich mal aus der Welt der börsennotierten Unternehmen herausbegibt und die Entwicklung der Unternehmenskommunikation in vielen mittelständischen Unternehmen betrachtet. Ersetzt man Social Media durch den allgemeineren Begriff Unternehmenskommunikation, können die Ergebnisse der Studie fast eins zu eins übertragen werden. Denn darum geht es in den Gesprächen, die man mit vielen Mittelständlern führt immer noch: Die Entwicklung von grundlegenden Kommunikationsstrategien und den optimalen Einsatz der Instrumente.

Betrachtet man wie lange es gedauert hat, dass die klassische PR als Notwendigkeit von den Unternehmen anerkannt wurde, dann kann man in etwa abschätzen, wie lange es dauern wird, bis die Notwendigkeit und Chance der Unternehmenskommunikation in Social Media erkannt werden. Zuletzt las ich einen schönen Satz, dass die Zeit langsamer voranschreitet, als uns Social Media glauben macht. Zudem laboriert die Diskussion rund um Scoial Media analog zur klassischen PR daran, dass sie an den Rändern ähnlich ausgefranst ist. Einigkeit herrscht bei den Grundlagen, die man interessanterweise auch für die klassische PR so unterschreiben kann. So sind Kommunikationskonzept und Kommunikationsstrategie hüben wie drüben ebenso unumstrittene Grundvoraussetzungen wie Monitoring, Erfolgsmessung und die Erkenntnis, dass lautsprecherische Werbebotschaften kontraproduktiv sind. Von da an erinnert die Diskussion an das sprichwörtliche babylonische Sprachgewirr, was nicht zuletzt von der Vielfalt der Agenturen vorangetrieben wird, die sich an der Diskussion beteiligen. Dabei sind es einerseits die unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkte der Agenturen, von CRM über PR bis hin zu SEO und Werbung, welche die Diskussion beeinflussen und anderseits die heterogenen Kundenstrukturen sowie Größen der Agenturen. Denn Agenturen, die in erster Linie international aufgestellte Großkonzerne betreuen werden mit dem Thema Social Media anders umgehen müssen, als kleine Agenturen, deren Kundenkreis eher aus mittelständischen Unternehmen mit kleinen Kommunikationsbudgets bestehen.

In dieser Hinsicht besteht die Gefahr, dass aufgrund der komplexen Diskussion speziell der Mittelstand immer weniger die große Chance erkennt, die in der Kommunikation via Social Media liegt. Wo sonst kann ein mittelständisches Unternehmen einen so unmittelbareren Kommunikationskanal zu Kunden und Interessenten aufbauen? Doch häufig fehlt es in den Unternehmen noch an Basiswissen um dies richtig einzuschätzen und die aufgeheizte Diskussion der „Experten“ untereinander verschafft da auch keine Abhilfe. Nicht selten kommt es so dazu, dass Social Media entweder überschätzt oder unterschätzt werden. Unterschätzt, weil man glaubt, dass Social Media nur ein neues Spielzeug für eine kleine Gruppe von Nerds ist. Überschätzt, weil man in Social Media einen Kanal sieht, der schnelle Absatzerfolge verspricht. Effekte, die in der klassischen PR so schon länger anzutreffen sind.

Fasst man es zusammen, fällt auf, dass die Diskussion rund um die Etablierung von Social Media in Unternehmen stark an die Diskussion um die Einführung der klassischen PR erinnert. Zwar haben Social Media das Momentum des Neuen auf ihrer Seite aber langfristig werden sie sich in Diskussion um die Notwendigkeit einer übergreifenden professionellen Unternehmenskommunikation einreihen. Denn eben darum geht es. Kommunikation abseits von Werbung wird für die Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dabei wird ein Unternehmen in Zukunft weder auf die Instrumente der klassischen PR noch auf eine Social Media Strategie verzichten können. Wichtig wird es sein, beides Stränge in einem einheitlichen Konzept zu vereinen.

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Kurz gebloggt – Social Media und der Faktor Zeit

Posted by Markus Neubert - 18. Januar 2010

Bei allen Diskussionen über den Nutzen von Social Media, Einsatz von in Unternehmen und wie Social Media unser Leben verändert, ist mir aufgefallen, dass immer häufiger auch über den Faktor Zeit und Social Media diskutiert wird. Das Interessante daran, es gibt zwei verschiedene Tendenzen, die sich scheinbar widersprechen. Die eine Diskussion wird darum geführt, wie sehr Social Media unsere Kommunikation und damit unser Leben beschleunigt. Denn Informationen sind ebenso jederzeit von überall abrufbar wie Menschen, mit denen man im Kontakt steht, erreichbar.  Analog zur Slow-Food-Bewegung fordert da schon das Slow-Media-Manifest zum bewussteren Umgang mit Informationen und zur Besinnung auf Qualität statt Quantität auf.  Im Gegensatz dazu wird auf der anderen Seite diskutiert, wie viel Zeit Social Media kostet. Denn die Informationen aus den verschiedenen Quellen müssen abgerufen, selektiert und verarbeitet werden. Zudem ist der Spaß am Social Web das Mitmachen. Man antwortet hier auf einen Tweet, dort auf einen Facebookeintrag und kommentiert in dem einen oder anderen Blog, weil dort gerade eine spannende Diskussion geführt wird. Ganz zu schweigen davon, dass die eigenen Accounts auch noch mit Inhalten gefüllt werden müssen.

Natürlich bedingen sich beide Effekte, werden aber um so intensiver, je länger man sich mit Social Media beschäftigt. Storyblogger Björn Eichstädt hat kürzlich den schönen Begriff „asynchrone Timeline“ zwischen Neueinsteigern und Early Adoptern geprägt. Dabei wird die Informationsdichte nicht nur in der Twittertimeline immer höher. Nach und nach nutzt man immer mehr Social Media Plattformen. Bei mir stelle ich vor allem fest, dass sich dies schon dadurch ausgeweitet hat, dass immer mehr meiner Bekannten und Freunde Social Media nutzen. Nur habe ich, wie die meisten wohl auch, schon alleine durch Sport, Familie und Beruf viele Bekanntenkreise, die nichts miteinander zu tun haben, und alle kommunizieren auf verschiedenen Plattformen und Diensten. Darüber hinaus nutze ich noch eine Reihe von speziellen Informationsquellen (meist Foren), die mich mit Aktuellem aus dem Stadtteil, aus dem Sport, den ich betreibe, und über den glorreichen Effzeh versorgen.

Die Frage, die ich mir dabei stelle, ist, wie wir unter dem Zeitaspekt langfristig Social Media in unser Leben integrieren werden? Einige Tendenzen sind schon absehbar. Sicher ist, dass die Nutzung des Mobile Webs immer stärker zunehmen wird. Damit lassen sich die Informationen vor allem dann abrufen, wenn gerade Leerlauf herrscht. Für mich ebenso sicher ist, dass sich Clients, wie Tweetdeck oder Hootsuite,  die anfangs vor allem twitterbasiert waren, weiterentwickeln werden zu Social Media Browsern. So kann ich über Tweetdeck schon auf LinkedIn, Facebook und MySpace zugreifen. Hootsuite unterstützt neuerdings sogar den Zugriff auf WordPress-Blogs. Dies sind aber nur Instrumente, die den Umgang mit Social Media erleichtern und effektiver gestalten. Doch was ist darüber hinaus. Werden sich Konventionen entwickeln, wie dass man bei einem Treffen im Real Life nicht ständig an seinem Smartphone rumfummelt? 😉 Oder, etwas ernsthafter, wird sich Social Media langfristig ähnlich in unsere täglichen privaten und beruflichen Abläufe integrieren wie heute schon das Abrufen und Beantworten von Mails? Eins ist jedenfalls sicher. Es gibt kein zurück mehr. Das hat Kathrin Passig sehr schön in einem Interview mit tagesschau.de beantwortet.

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